| Mein Weg zur Familienforschung und erste Erfahrungen | ||
Stan
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Der Anfang Alles hat einen Anfang und bei mir begann es mit einem Fernsehbericht im WDR 3 über die Öffnung sowjetischer Geheimarchive betreffend die Kriegsgefangenen des w. Weltkrieges. Wie in vielen anderen Familien gab es auch in der Familie Ohlhoff Menschen, die nicht mehr nach Hause kamen und deren Schicksal bis heute ungeklärt ist. Trotz intensiver Nachforschungen erfuhren meine Großeltern nie, wie und wann zwei ihrer Söhne ums Leben kamen. 'Der erste Kriegstote aus Groß Vahlberg war der Bruder meines Vaters, HEINRICH "HEINI" OHLHOFF, der beim Überfall der Wehrmacht 1940 von einem englischen Schützen aus einem Kirchturm in Belgien mit einem Kopfschuss getötet wurde. Dieses Schicksal ist uns bekannt, weil ein späterer Bewohner unseres Dorfes neben ihm saß, als er starb. Von OTTO OHLHOFF, der zur 6. Armee gehörte, wissen wir nur, dass er in der Zeit zwischen November 1942 und Januar 1943 in Stalingrad vermisst ist. Er war 22 Jahre. HERBERT OHLHOFF, der zum Zeitpunkt seines Todes gerade 17 Jahre alt war, ist seit Juli 1944 mit seiner gesamten Einheit verschwunden. Sie waren nicht die ersten von meinen Verwandten, die im Laufe der Zeit in Kriegen und an den Folgen von Kriegen starben: Beginn der "Sucht" Was ich bei Beginn meiner Recherchen nicht ahnte (vielleicht glücklicherweise), war die Tatsache, dass Familienforschung ein hohes Suchtpotential hat. Man wickelt einen Faden auf und stellt dann fest, dass am Ende des Fadens weitere Verknüpfungen entstehen und so befindet sich der "Genealoge" plötzlich umgeben von Generationen von Vorfahren, deren Lebenslinien sich immer spannender zeigen. Praxis Schon bei meinen ersten Einblicken in Kirchenbüchern war ich dankbar für die Tatsache, dass ich noch gelenrt hatte, alte Schriften zu lesen. Mit jeder Erfahrung ergeben sich neue Fragen und die Erkenntnis, dass man viel früher mit der Familienforschung hätte anfangen müssen. Fehler Fehler habe ich anfangs mehr gemacht als jetzt, aber fehlerfrei bin ich immer noch nicht. Bei bestimmten Orten und Familiennamen habe ich fast 100 Jahre einen falschen Familienzweig erforscht, um am Ende zu meinem Glück festzustellen, dass es doch Ende des 19. Jahrhunderts eine Verbindung zwischen den GÜNTHERS aus dem Großen Bruch gab. |